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  • Naturlexikon

Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)

Mönchsgrasmücke (Männchen)
Mönchsgrasmücke (Männchen)
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Mönchsgrasmücke (Weibchen)
Mönchsgrasmücke (Weibchen)
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Die Mönchsgrasmücke ist eine unermüdliche Sängerin, die mit ihrem ausdauernden, meist melodischen und anschwellenden Gesang auf sich aufmerksam macht.

Oft schließt dieser mit einem lauten „di-dü di-dü di-dü“ ab. Daneben ist es das charakteristisch gefärbte Gefieder auf dem Kopf, an dem man den Vogel erkennen kann. Die Männchen haben hierbei eine schwarze und die Weibchen eine rötlich braune Variante.

Wegen dieser sogenannten Mönchskappe kam das Tier zu einem Teil seines Namens. In Bayern sowie in Österreich kennt man die Mönchsgrasmücke auch unter der Bezeichnung „Schwarzplattl“, in Oberbayern unter dem Namen Wirler bzw. Wiedler.

Im Mittelalter hieß das Tier zunächst „Grauschmiege“. Dieser Name bezog sich darauf, dass der überwiegend grau gefiederte Vogel gut an seine halbdunkle Umgebung angepasst war. Diese Bezeichnung änderte sich aufgrund von Lautverschiebungen mit der Zeit in die Grasmücke.

Anpassungsfähiger Vogel

Das Tier aus der Ordnung der Sperlingsvögel und der Unterordnung der Singvögel ist mit seinen 19 bis 21 g ein ziemliches Leichtgewicht. Es ist zwischen 3 und 14 cm groß und damit vergleichbar mit dem Spatz. 

Die  Mönchsgrasmücke lebt zumeist im Halbschatten. Man findet sie etwa in feuchten Laub- und Mischwäldern, aber auch in Gärten, in Parks oder Friedhöfen. Man geht in Deutschland von etwa 2 bis 3,5 Millionen Brutpaaren aus. Die Tendenz ist zunehmend, da das Tier als sehr anpassungsfähig gilt. Derzeit sieht man den Bestand also keineswegs als bedroht bzw. gefährdet an. 

Brut und Ernährung 

Die Nester des Zugvogels entstehen meist aus Moos und Gräsern und vorwiegend in Büschen oder Jungfichten. Zwischen Anfang und Mitte April legt das Weibchen etwa 4 bis 6 Eier mit verschiedenartiger Färbung. Männchen und Weibchen brüten sie gemeinsam aus: Die Männchen übernehmen die Tages- und die Weibchen die Nachtschicht. 

Die Mönchsgrasmücke frisst gerne Früchte wie Holunderbeeren oder Kirschen, ebenso Insekten, Würmer oder Spinnen. Das ist es auch, was ihre Jungen nach dem Schlüpfen durch die Eltern vorgesetzt bekommen. Nach etwa 10 bis 14 Tagen entfernen sich die Jungtiere erstmals aus dem Nest.


Zu den Feinden des Vogels gehören nicht nur der Mensch und mögliche Unwetter, sondern auch Tiere wie Rabenvögel, Marder, Katzen und Eichhörnchen. Die Lebenserwartung liegt bei etwa acht Jahren.