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  • Naturlexikon

Rabenvögel (Corvidae)

Aaskrähe
Alpendohle
© Björn S… | Quelle | Lizenz
Alpendohle
Dohle
© Stefan Berndtsson | Quelle | Lizenz
Dohle
Eichelhäher
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Eichelhäher
Elster
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Elster
Kolkrabe
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Kolkrabe
Nebelkrähe
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Nebelkrähe
Rabenkrähe
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Rabenkrähe
Saatkrähe
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Saatkrähe
Tannenhäher
© Tatiana Bulyonkova | Quelle | Lizenz

Aaskrähe (Corvus corone)

Die Aaskrähe tritt mit der Rabenkrähe (komplett schwarz) und der Nebelkrähe (grau-schwarz) in zwei Unterarten auf.
Sie erreichen jeweils Größen von 44-51 cm bei einer Flügelspannweite von bis zu 102 cm und einem Gewicht von 700 g.
Die Brutzeit umfasst den April bis Juni mit Gelegen von 2-6 grün-bräunlichen Eiern, die knapp 3 Wochen lang ausgebrütet werden. Nach weiteren 5 Wochen sind die Jungvögel flügge.
Die Nahrung besteht aus Aas, Vögeln, Eiern, Obst und Samen.
Der Hauptruf ist ein kräftiges Krähen.
Das maximale Alter beträgt 15 Jahre.


Alpendohle (Pyrrhocorax graculus)

Die Alpendohle verfügt mit etwa 1000 Brutpaaren über einen gesicherten Bestand in Bayern.  
Sie erreicht eine Körpergröße von 34-39 cm bei einer Flügelspannweite von 75-85 cm und einem Gewicht von 160-280 g, wobei die Männchen größer und schwerer werden.
Ihr schwarzes Gefieder, die roten Beine und der gelbe, nach unten gekrümmte Schnabel macht sie in den Bergen leicht erkennbar.
Die Brutzeit findet von Mai bis Juli in Felshöhlen und -nischen statt. Dort werden die 4-5  weißen, beige gefleckten Eier bis zu 3 Wochen lang ausgebrütet. Die Jungvögel benötigen danach noch um die
5 Wochen, bis sie flügge werden.  
Alpendohlen sind Allesfresser.
Der Gesang klingt zirpend oder pfeifend.
Die Lebenserwartung liegt bei 15 Jahren.


Dohle (Corvus monedula)

Die Dohle ist gedrungener Rabenvogel, dessen Bestand in Bayern seit Jahren rückläufig ist.
Sie erreicht eine Körpergröße von 33-38 cm bei einer Flügelspannweite von 72 cm und einem Gewicht von 175-300 g.
Das Gefieder erscheint auf der Oberseite schwarz, auf der Unterseite grau. Manche Vögel verfügen über helle Federn am Hals. Die Augen sind blau.
Im April und Mai findet die Brutzeit statt, in der aus 3-6 weißen, schwarz gesprenkelten Eiern nach 2,5 Wochen die 3-6 Jungvögel schlüpfen. Nach weiteren 4,5 Wochen verlassen diese die Baumhöhle.
Dohlen ernähren sich von Insekten und Samen, greifen aber auch auf Aas oder Beeren zurück.
Ihre Lautäußerungen klingen hoch und abgehackt.
Das maximale Alter beträgt 15 Jahre


Eichelhäher (Garrulus glandarius)

Der Eichelhäher ist ein Waldvogel und hat die besondere Eigenschaft durch das Sammeln und dem Vorräte anlegen von Eicheln, Bucheckern und Haselnüssen für die Verbreitung eben dieser Baumarten zu sorgen.
Er erreicht eine Körperlänge von 32-35 cm bei einer Flügelspannweite von 54 cm und einem Gewicht von bis zu 170 g.
Das Gefieder ist rötlich-braun gefärbt, die Flügel, der Schwanz und Kopf weisen eine schwarz-weiße Strichelung auf, wobei im oberen Flügelbereich zusätzlich eine blau-schwarze Bänderung auftritt. Bei Gefahr richtet sich eine Haube am Kopf auf.
Die Brutzeit fällt in den April bis Juni. Die 3-5 hellen, leicht grün bis braun gesprenkelten Eier werden in Baumnestern ca. 16 Tage lang ausgebrütet. Nach weiteren 3 Wochen werden die Jungvögel flügge.
Eichelhäher ernähren sich im Sommer hauptsächlich von Insekten, kleinen Säugetieren, Reptilien, Vögel und Eiern. Im Winter überwiegt dagegen die pflanzliche Kost, bestehend aus Eicheln, Samen und Nüssen.
Der Gesang ist sehr variantenreich und imitiert häufig den anderer Vögel.
Die Lebenserwartung liegt bei 15 Jahren.


Elster (Pica pica)

Die Elster hatte in Europa als Unheilsbote und mit dem Attribut diebisch belegt in der Vergangenheit keinen guten Ruf; die Asiaten halten sie dagegen für einen Glücksbringer.
Sie erreicht eine Körperlänge von 46-51 cm bei einer Flügelspannweite von 62 cm und einem Gewicht von 200-240 g.  
Das schwarz-weiße Gefieder, das an den schwarzen Stellen zum Teil metallisch glänzt, macht sie leicht erkennbar.
Die Brutzeit fällt für gewöhnlich in den März bis Mai, allerdings werden bereits Monate zuvor Nistplätze ausgekundschaftet und Nester aus Erde, Wurzeln und Zweigen in Bäumen gebaut. Über einen Zeitraum von 2,5 Wochen werden 4-7 grünliche, braun gepunktete Eier ausgebrütet. Die Jungvögel verbleiben 4 Wochen lang im Nest.
Elstern ernähren sich von Insekten, Vögeln, kleinen Säugetieren, Weichtiere und Obst.
Charakterisch als Ruf ist das gekrächzte Schäckern, das der Warnung bei Gefahr dient.
Das maximale Alter beträgt 15 Jahre.


Kolkrabe (Corvus corax)

Der Kolkrabe ist der größte Rabenvogel, bzw. Singvogel Europas und siedelt sowohl in Wäldern, halboffenen Landschaften als auch Hochgebirgen.
Er wird 54-66 cm lang bei einer Flügelspannweite von 130 cm und einem Gewicht zwischen 1-1,4 kg.
Das Gefieder ist durchgehend schwarz und glänzt im Licht grün oder violett metallisch.
Die Brutzeit findet im Februar und März statt. Dann werden 3-6 weiß-bräunliche Eier gelegt und 3 Wochen lang ausgebrütet. Die Jungvögel sind nach 6 Wochen flügge.
Kleine Säugetiere, Aas, Vögel und Obst sind die bevorzugte Nahrung des Kolkraben.
Sie stoßen als häufigsten Ruf ein lautes „kraa“ aus, imitieren aber auch andere Tiere.
Die Lebenserwartung bei freilebenden Tieren beträgt bis zu 20 Jahre, in Gefangenschaft sogar 30 Jahre.


Saatkrähe (Corvus frugilegus)

Die Saatkrähe ist ein sehr geselliger Vogel und tritt vorrangig in Kolonien auf. In Bayern hat sich ihre Zahl in den letzten 10 Jahren mit knapp 10000 Brutpaaren verdoppelt, so dass sie vielerorts bereits als Plage gelten.
Sie erreicht eine Körperlänge von 42-46 cm bei einer Flügelspannweite von bis zu 98 cm und einem Gewicht von
550 g.
Die Brutzeit findet von März bis Juni statt. Dann werden 3-6 grün-bräunliche Eier etwa 2,5 Wochen lang ausgebrütet. Die Jungvögel bleiben nach dem Schlupf noch ca. 4,5 Wochen im Nest.
Saatkrähen ernähren sich von der Saat, die auf Feldern ausgebracht wird, von Weichtieren, Aas, Insekten und kleinen Säugetieren.
Die vorrangige Lautäußerung ist das Krächzen.
Die maximale Lebenserwartung liegt bei 22 Jahren, im Durchschnitt werden Saatkrähen allerdings nicht älter als
4 Jahre.


Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes)

Der Tannenhäher erfüllt für Nadelbäume dieselbe Funktion wie sein Verwandter, der Eichelhäher für Laubbäume, nämlich deren Verbreitung. Nur, dass er bedeutend scheuer als sein Anverwandter und ganz selten zu sehen ist.
Er erreicht eine Körperlänge von 30-35 cm bei einer Flügelspannweite von 54 cm und einem Gewicht von bis zu
170 g.
Sei Gefieder ist schwarz-braun und mit weißen Tüpfeln versehen.
Zur Brutzeit von Mai bis Juli werden in Baumnestern 3-4 weiße, braun gepunktete Eier gelegt, die 2,5 Wochen lang ausgebrütet werden. Jungvögel benötigen 3-4 weitere Wochen, bevor sie flügge werden.
Tannenhäher ernähren sich von Insekten, Weichtieren, Vögeln, Amphibien, Samen und Obst.
Der Ruf ist ein langgezogenes Krähen.
Die Lebenserwartung liegt bei 8 Jahren.