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  • Naturlexikon

Rohrweihe (Circus aeruginosus)

Rohrweihe
Rohrweihe
© Ferran Pestaña | Quelle | Lizenz

Die Rohrweihe gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) und ist ein Zugvogel. In Deutschland siedeln etwa 5000 Brutpaare,
die von März bis September zu beobachten sind.  
Sie erreichen eine Körperlänge zwischen 43-55 cm bei einer Flügelspannweite von bis zu 130 cm und einem Gewicht von 550-750 g, wobei die Weibchen deutlich größer und schwerer werden. Somit haben die Rohrweihen etwa die Größenordnung von Bussarden, sind aber zierlicher und verfügen über schmalere Flügel, die beim Segel und Gleiten v-förmig angelegt werden.
Die Weibchen erscheinen dunkelbraun mit weißlich-gelben Flecken an Schulter und Flügeln und einem gelblichem Kopf, während die Männchen ein rotbraunes Gefieder und einen grauen Kopf und Schwanz aufweisen.
Die Rohrweihe bevorzugt Freiflächen in der Nähe von Feuchtgebieten, wo sie zum Großteil Wasser- und Singvögel erbeutet, aber auch Kleinsäuger, Amphibien, Insekten, Vogeleier und sogar Aas gehören zu ihrem Nahrungsspektrum.
Ab März beginnen die spektakulären Balzflüge der Männchen. Nester werden entweder im Schilf oder in letzter Zeit des öfteren auch in Getreidefeldern fast ausschließlich von den Weibchen errichtet. Die Eiablage mit 4-8 bläulich-weißen Eiern erfolgt ab Mai. Ausschließlich die Rohrweihen-Weibchen brüten diese etwa 5 Wochen lang aus, während die Männchen sie mit Futter versorgen. Nach weiteren 3-4 Wochen entwickelt sich bei den Jungvögeln das Gefieder, die Flugfähigkeit ist jedoch erst eine Woche später gegeben. Vollkommen selbständig verlassen sie das Nest etwa einen Monat später.
Der Ruf der Rohrweihe ähnelt dem des Kiebitzes, der seinen Namen auf unterschiedliche Art und Weise variiert.
Eine Rohrweihe kann bis zu 15 Jahre alt werden.