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  • Naturlexikon

Tauben (Columbiformes)

Felsentaube
Felsentaube
© harum.koh | Quelle | Lizenz
Hohltaube
Hohltaube
© gisela gerson lohman-braun | Quelle | Lizenz
Ringeltaube
Ringeltaube
© Stefan Berndtsson | Quelle | Lizenz
Türkentaube
Türkentaube
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Turteltaube
Turteltaube
© Andrej Chudý | Quelle | Lizenz

Felsentaube (Columba livia)

Aus der Felsentaube sind Haus- und Brieftauben gezüchtet worden, aus deren verwilderter Form wiederum die Stadttauben (Columba livia f. domestica) hervorgegangen sind.
Mit 31-34 cm Körpergröße bei einem Gewicht von bis zu 350 g und einer Flügelspannweite von 60-68 cm sind sie deutlich kleiner als Ringeltauben.
Wie bei allen Taubenarten sind die Männchen meist geringfügig größer als die Weibchen.
Der Körper und der Kopf sind blaugrau eingefärbt, am Hals und Nacken sind glänzende Bänder in unterschiedlicher Kolorierung (violett, grünlich, gelblich) vorhanden. Die Oberseite der Flügel sind häufig mit helleren Flecken versehen, während die Unterseite bis auf die dunklere Umrandung einheitlich grau bis weiß ist.
Die zum Großteil monogam lebenden Felsentauben brüten ab dem 2. Lebensjahr. Die Brutzeit erstreckt sich von März bis September, wobei 3-5 Jahresbruten möglich sind. Für gewöhnlich werden 1-2 Eier pro Brut gelegt, aus denen nach ca. 2,5 Wochen die Jungvögel schlüpfen. Diese verweilen knapp über 3 Wochen im Nest, bevor sie flügge werden.
Sowohl die Felsentaube als auch alle Zucht- und Wildformen verfügen über die Lautäußerung des Gurrens.
Die Felsentaube ernährt sich von Samen, Eicheln, Knospen und teilweise auch von Würmern, Schnecken und Insekten. Die Stadttauben weichen häufig auf Abfall aus.
Die Lebenserwartung liegt bei maximal 10 Jahren.


Holhltaube (Columba oenas)

Die Hohltaube ist die zweitkleinste in Bayern vorkommende Taubenart. Sie hält sich hierzulande von Februar bis November in Parks und Wäldern auf. Im Winter zieht sie nach Südeuropa.
Ihre Körperlänge beträgt 28-32 cm bei einer Flügelspannweite von 60-66 cm und einem Gewicht von 270-300 g.
Der Körper ist blaugrau eingefärbt, der Hals dagegen grün schimmernd und die Brust leicht orange. Die Flügel weisen eine schwarze Umrandung auf.
Zur Brutzeit von März bis September sucht sie aufgegebene Baumhöhlen des Schwarzspechts oder Nistkästen auf und legt dort 1-2 Eier. Dabei teilen sich Männchen und Weibchen die Aufgaben während der Brut- und Nistzeit, die 2,5 Wochen, bzw. 3 Wochen beträgt.
Sie ernähren sich von Früchten, Beeren, Eicheln und Körnern.
Die Lautäußerung klingt wie „hu ru“.
Die Lebenserwartung beträgt 8-10 Jahre.

 
Ringeltaube (Columba palumbus)

Die Ringeltaube ist die größte in Bayern auftretende Taubenart. In ganz Deutschland ist sie etwa mit 2,5 Millionen Paaren vertreten.
Sie erreicht eine Körpergröße von 38-43 cm bei einem Gewicht von bis zu 600 g und einer Flügelspannweite von 68-78 cm.
Die Färbung ist blaugrau mit grünlich schimmerndem Halsband und einem weißen Fleck unterhalb.
Sie leben in Wäldern oder baum- und buschreicher Vegetation, vermögen es aber auch auf dem Boden zu brüten.
Während der 2,5 Wochen währenden Brutzeit, werden 1-2 Eier gelegt. Nach dem Schlupf verbleiben die Jungvögel ca. 4 Wochen im Nest, bevor sie flügge werden.
Ihre Nahrung besteht aus Körnern, Knospen, Beeren, Eicheln, Würmern, Larven und Schnecken.
Der Ruf ist ein leiseres Gurren, das wie „rugugu gugu“ klingt.
Das maximale Alter beträgt 15 Jahre.


Türkentaube (Streptopelia decaocto)

Ursprünglich aus Asien stammend, hat die Türkentaube sich seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts nach und nach in Europa angesiedelt.
Mit 31-33 cm Körpergröße und einer Flügelspannweite von 47-56 cm ist die Türkentaube fast so groß wie die Stadttaube (ihre Lautäußerungen ähneln sich ebenfalls), ist vom Gesamterscheinungsbild und dem Gewicht von 170-240 g allerdings wesentlich zierlicher als diese.
Die Körperfarbe ist hellbraun bis auf den schwarzen Nackenring und die dunkleren Flügelspitzen.
Die Brutzeit umfasst März bis September, wobei 3-5 Jahresbruten mit jeweils 1-2 Eier möglich sind. Gebrütet wird zwei Wochen lang, danach bleiben die Jungvögel noch ca. 3 Wochen im Nest.
Türkentauben ernähren sich von Samen, Knospen, Früchten, Insekten und Nüssen.
Die Lebenserwartung liegt bei 12 Jahren.

Turteltaube (Streptopelia turtur)

Die Turteltaube ist die kleinste in Bayern heimische Taubenart. Sie ist nach ihrem Ruf benannt, der wie „turr turr“ klingt.
Sie erreicht eine Körpergröße von 26-29 cm bei einer Flügelspannweite von 47-52 cm und einem Gewicht von 100-200 g.
Während Kehle und Brust rötlich erscheinen, ist die Vorderseite bräunlich, der Bauch etwas heller. Der Rücken erscheint dagegen blaugrau und der Nacken verfügt über mehrere dunkle Binden. Am Schwanz sind schwarzblaue Federn zu sehen, deren Spitzen weiß auslaufen.
Die Brutzeit umspannt den Mai bis August, währenddessen meist eine Jahresbrut mit 2 Eiern stattfindet. Diese werden etwa 2 Wochen lang ausgebrütet, nach 2 weiteren Wochen verlassen die Jungvögel das Nest, brauchen jedoch noch einige Tage bis sie flugfähig sind.
Die Nahrung besteht aus Samen, Pflanzenstücken, Insekten und Schnecken, die alle vom Boden aufgelesen werden.
Der Bestand hat sich in den letzten Jahren stark verringert, da sie auf die ebenfalls reduzierten Erdrauchgewächse bei der Nahrungsaufnahme angewiesen ist.
Sie kann bis zu 10 Jahre alt werden.