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  • Naturlexikon

Bäche in Bayern

In Bayern tragen unzählige Dörfer die Endsilbe „-bach“ im Namen, um darauf zu verweisen, dass es sich um eine Ansiedlung an einem fließenden Gewässer handelt.

Es werden je nach Gefälle und Strömung drei Arten von Bächen unterschieden: Gebirgsbach, Mittelgebirgsbach und Flachlandbach. Während Gebirgsbäche eher reißend sind und sich nur relativ wenige Tiere und Pflanzen in ihm aufhalten, finden sich in Mittelgebirgsbächen und Flachlandbächen mit einer langsameren Fließgeschwindigkeit und häufiger auftretenden Kiesbänken optimale Lebensräume für eine Vielzahl von Lebewesen.

In Bayern wird zusätzlich noch zwischen Sand-, Urgesteins-, Karst- und Gebirgsbächen unterschieden.
Bei Sandbächen, die vor allem im Spessart und nahe der Rhön auftreten, erlaubt der aus treibendem Sand bestehende Boden nur kleinen Organismen die Ansiedlung.

Vollkommen anders bestellt sind die Bedingungen in und an den Urgesteinsbächen in Oberfranken und der Oberpfalz. Dort können sich um die breit gestreuten Steinvorkommen eine Menge Organismen halten, sofern sie kalkarmes Wasser vertragen.  

Die besten Lebensbedingungen finden Tiere und Pflanzen in den kalkhaltigen  verhältnismäßig ruhig fließenden Karstbächen der Fränkischen Jura vor.
In den Gebirgsbächen schließlich haben aussschließlich an starke Strömungen gewöhnte Kleintiere und Fische eine Chance. Pflanzen werden von der Strömung fortgetragen.

Allen Bächen gemein ist, wie sie auch eingeteilt sein mögen, dass sie vom Regen gespeist werden. Dieser versickert, wird zu Grundwasser und tritt als Quelle wieder zu Tage, die sich zu einem Bach auswachsen kann.
Ein Bach ist also ein kleines fließendes natürliches Gewässer. Schwierig ist die genaue Abgrenzung, ab wann ein Bach zu einem Fluss wird. Hierzu wird dann die Breite, der Abfluss oder die Schiffbarkeit näher betrachtet.