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  • Naturlexikon

Ziegen (Capra)

Ziege und Zicklein
Ziege und Zicklein
© Sharon Mollerus | Quelle | Lizenz

Seit knapp 9000 Jahren hält sich der Mensch Hausziegen. Ursprünglich stammt die Ziege aus dem Gebirge und ist ein Verwandter des Steinbocks.
Ziegen sind kräftige, fast jeder Witterung standhaltende Tiere, die eine Körperlänge von 110 cm bis 180 cm, einen 10 bis 20 cm langen aufgestellten Schwanz und ein Gewicht von 30 bis 150 kg erreichen können, wobei der Bock deutlich mehr als die Geiß wiegt.
Für den Bock ist ein langer Bartwuchs ein untrügliches Kennzeichen.
Hörner kommen bei beiden Geschlechtern vor. Beim Männchen sind sie jedoch deutlich ausgeprägter, sehr stark nach hinten gebogen, spiralförmig gedreht und von bis zu einem Meter Länge.   
Das Fell der Ziegen ist von brauner bis grauer Farbe und variiert je nach Art in der Länge. 
Vorwiegend ernähren sich Ziegen als reine Pflanzenfresser von Gräsern und Kräutern, die sie sich am frühen Morgen oder späten Nachmittag suchen, da sie einen dämmerungsaktiven Tagesablauf bevorzugen.
Die Paarungszeit findet in den warmen Jahreszeiten statt, in warmen Gegenden auch ganzjährig. Die Männchen tragen zu diesem Zweck Kämpfe um die Fortpflanzung aus. Die Geiß gebärt meist ein bis drei Zicklein nach einer Tragzeit von 21 bis 23 Wochen.
In Bayern werden derzeit über 40.000 Ziegen gehalten.
Eine gesunde Hausziege hat eine Lebenserwartung von 15 Jahren.