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  • Naturlexikon

Rettich (Raphanus sativus)

Rettich
Rettich
© Hans Braxmeier | Quelle | Lizenz

Die Rettiche bilden eine eigene Gattung in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und sind nahezu weltweit verbreitet. Ursprünglich stammt der wilde Rettich wohl aus Vorderasien, erste Erwähnungen finden sich bei den alten Ägyptern vor rund 5000 Jahren. Auch den Germanen war er bereits bekannt,
wie aus altrömischen Schriften hervorgeht.
Rettiche sind ein- bis zweijährige, krautige Pflanzen mit unter-
schiedlichst ausgeprägten Wurzeln, die bis zu 60 cm lang werden können. Die oberirdischen Stängel und Blätter erscheinen zumeist behaart, der Blütenstand ist traubig und die vierzähligen Blüten sind zwittrig.

Die Wurzeln können je nach Sorte weiß, schwarz, rot oder rosafarben sein. Die in Bayern wohl bekannteste Rettichart dürfte der Bierrettich sein, der zu deftigen Brotzeiten gereicht wird.

Rettich enthält viel Vitamin C und Mineralstoffe. Durch das ebenfalls enthaltene Raphanol (ein schwefelhaltiges Öl), mehrere Senföle und Bitterstoffe entfalten die Rettiche eine antibiotische und schleimlösende Wirkung, können aber auch Mundgeruch verursachen.
Beim Meerrettich (Armoracia rusticana) handelt es sich um eine eigene, nicht mit den Rettichen verwandte Pflanzenart.