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  • Naturlexikon

Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystea)

Violetter Lacktrichterling
Violetter Lacktrichterling
© Jörg Hempel | Quelle | Lizenz

Optisch fällt er auf, geschmacklich zunächst eher nicht. Den Violetten Lacktrichterling mit seiner intensiven Farbe verwendet man besser als Essigpilz und legt ihn ein. Dann kann man ihn etwa als Teil des Salats bzw. der Antipasti genießen.

Durch das Einlegen verlängert man die Haltbarkeit und es entsteht eine leckere Neukreation, die auch einen veränderten Geschmack mit sich bringt. Das Konservieren verhindert dabei, dass sich Bakterien und Mikroorganismen vermehren. 

Zugleich sollte man aber darauf hinweisen, dass versch. Publikationen von einer noch vorhandenen Cäsium-Belastung des Pilzes nach Tschernobyl (1986) sprechen. Der Violette Lacktrichterling gehört aber nicht zu den besonders stark belasteten Pilzsorten. Sofern Wildpilze im Handel angeboten werden, gelten für diese ohnehin bestimmte Grenzwerte. 

Saison zwischen Frühsommer und Spätherbst

Den Pilz kann man zwischen Frühsommer und Spätherbst in Mischwäldern finden. Schneidet man ihn auf, kommt lila-bläuliches Fleisch zum Vorschein, das eine wässrige und dünne Konsistenz hat.  Die Pilze sind Folgezersetzer, die von totem Material leben. 

Der Hut hat zumeist einen Durchmesser zwischen 1 und 10 Zentimetern, der Stiel kommt im Schnitt auf eine Höhe von 3 bis 8 Zentimetern. An diesem sitzen die Lamellen ausgebuchtet an, sie sehen teilweise herausgebrochen aus. 

Es gibt andersfarbige Lacktrichterlinge wie den Rötlichen Lacktrichterling. Von dieser Gattung sind alle Pilze essbar. Gefährlich ist es jedoch, sie mit teils sehr giftigen Pilzen wie dem Violetten Risspliz oder dem Blaugrauen Rettichhelmling zu verwechseln. 

Genereller Hinweis: Trotz der Beschreibung und Bebilderung der verschiedenen Pilzarten in unserem Naturlexikon übernehmen wir keine Garantie dafür, dass der jeweilige Pilz, den man in der Natur sammelt, auch genießbar ist. Generell besteht Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren bis hochgiftigen Pilzen, wenn man sich nicht völlig sicher ist. 

Zudem kommt es auf Aspekte wie zum Beispiel die richtige Zubereitung oder die Kombination mit Alkohol an, die stets höchst individuell sind. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben bzw. der Bilder geben.

Wenden Sie sich im Zweifelsfall an den örtlichen Pilzberater. Hier finden Sie eine Liste der bayerischen Pilzberater: www.pilze-bayern.de/index.php/pilzberatung. Bei einer Pilzvergiftung versuchen Sie, die Ratschläge der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zu befolgen: https://www.dgfm-ev.de/speise-und-giftpilze/vergiftungen

Zum Thema Pilze und Strahlung (nach Tschernobyl 1986), insbesondere in Bayern, empfehlen wir als weitere Informationsquellen das Bundesamt für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html. Für genauere Abfragen von Messwerten das Bayerische Amt für Umwelt: http://www.lfu.bayern.de/strahlung/umrei/strvgprobe.