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  • Naturlexikon

Eibsee

Eibsee-Blick auf Zugspitze
Eibsee-Blick auf Zugspitze
© Octagon | Quelle | Lizenz
Eibsee aus der Luft
Eibsee aus der Luft
© Octagon | Quelle | Lizenz

Er gehört sicher zu den beliebtesten Ausflugszielen und Fotomotiven in Bayern: Der Eibsee fasziniert insbesondere durch die Tatsache, dass er gleich unterhalb der Zugspitze (die man per Eibsee-Seilbahn erreichen kann) gelegen ist und mit grünlich-klarem Wasser besticht. Im Sommer erfrischt man sich im Wasser oder betreibt Wassersport wie z.B. Stand-Up-Paddling; im Winter trifft sich manch Unerschrockener zum Eisschwimmen. Angler freuen sich im See unter anderem Hechte, Karpfen, Bach- und Regenbogenforellen zu finden.



8 Inseln

Der See in der Gemeinde Grainau liegt etwa 973 m über dem Meeresspiegel, der Umfang beträgt rund 8 km und an der tiefsten Stelle ist er 36 m tief. Das Gewässer verfügt über 8 Inseln; auf der Maximiliansinsel - auch „Schöne Insel“ genannt - kann man sogar Hochzeitszeremonien feiern. In diesem Zusammenhang muss man leider das Phänomen „Instagram-Tourismus“ erwähnen: Viele, zumeist junge Leute, belagern den See und die umgebende Natur mit dem einzigen Zweck, dort Fotos zu machen.



In Familienbesitz
Der See ist in Besitz der Familie Terne-Rieppel: Der Ururgroßvater der Familie hatte den See im 19. Jahrhundert erworben. Seinen Namen hat der Eibsee von der Eibe; diese fand man früher sehr häufig rund um das Gewässer, heute jedoch nur noch selten.


Ursprung in der Würm-Kaltzeit

Entstanden ist der See in der finalen Periode der Würm-Kaltzeit, als sich der Isar-Loisach-Gletscher auf dem Rückzug befand und eine Senke hinterließ. Ein Bergsturz, der sich zwischen 1700 v. Chr. und 1400 v. Chr. ereignete, formte die Eibseesenke nachhaltig; auch die 8 Inseln entstanden.

2019 kam man übrigens zu einer interessanten Erkenntnis: 1962 fand ein Taucher auf dem Grund des Sees ein Elchgeweih, das man danach Jahrzehnte lang im Werdenfels-Museum ausstellte. Erst viel später untersuchte man das Alter des Geweihs mittels der Radiokarbonmethode und stellte fest, dass es 2500 Jahre alt ist - also aus der vorrömischen Eiszeit stammt. Bisher nahm man an, dass Elche hierzulande schon lange zuvor ausgestorben waren.