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  • Naturlexikon

Eberesche, Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

Vogelbeere
Vogelbeere
© Udo Schröter | Quelle | Lizenz
Zweig mit Beeren
Zweig mit Beeren
© eLKayPics (OFF) (Lutz Koch) | Quelle | Lizenz

Die Eberesche oder Vogelbeere gehört zur Familie der Rosengewächse und ist wie die Elsbeere oder der Speierling ein Laubbaum aus der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus). Anders als ihre Verwandten gilt sie als vielseitige und anspruchslose Pionierbaumart, die sich nahezu überall ansiedeln kann. 
So wird sie etwa als Bodenfestiger und Lawinenschutz im Gebirge oder als Basis für Aufforstungen angepflanzt.
Die Vogelbeere erreicht eine Höhe von 15-25 Meter und wird für gewöhnlich 80-120 Jahre alt.
Wahrend der Blütezeit von Mai bis Juli entwickeln sich schirmförmige Rispen, die aus 200 bis 300 strengriechenden Einzelblüten bestehen, wovon eine Vielzahl an bestäubenden Käfern und Bienen angelockt werden.
Die 20 cm langen und 8-11 cm breiten Blätter setzen sich aus 9-19 gesägten Blattfiedern zusammen und nehmen im Herbst eine leuchtendgelbe bis dunkelrote Farbe an.
Im August und September wachsen die kleinen kugeligen rot-orangefarbenen Früchte, die teilweise bis in den Winter hinein am Baum hängen, sofern sie nicht von Tieren oder Menschen abgeerntet werden. Besonders den Vögeln liefern die Beeren eine willkommene Nahrung, aber auch viele Insekten und Säugetiere greifen herzhaft zu, ja legen sie sogar als Wintervorrat an.
Entgegen des Gerüchts, Vogelbeeren seien giftig, ist die Aussage, dass sie beim Menschen durchaus zu Magenverstimmungen führen können, die richtigere. Am besten wartet man bis nach dem ersten Frost mit der Ernte oder kocht die  Beeren als Marmelade oder Konfitüre ein, da dann die für den Menschen schädlichen Stoffe so gut wie nicht mehr vorhanden sind, sie im Gegenteil aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts sogar sehr gesund sind. Zusätzlich halten sie die Stimmbänder geschmeidig, weshalb Leute, die viele Reden halten müssen oder singen, auf sie schwören.
Die getrockneten Blüten und Blätter sollen als Tee bei Bronchitis und Magenverstimmung helfen.
Das weiß-rötlich glänzende, feste Holz findet vor allem im Kunsthandwerk und in der Möbelherstellung Verwendung. Außerdem kann die Borke zum Braun- oder Rotfärben von Wolle genutzt werden.