Sie verwenden einen veralteten Browser (Internet Explorer 6) mit Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können
  • Naturlexikon

Ulmen (Ulmus)

Ulme im Frühling
Ulme im Frühling
© Manuela Höft (Liralina) | Quelle | Lizenz
Zweig der Feldulme
Zweig der Feldulme
© HermannFalkner/sokol | Quelle | Lizenz

Die Ulmen bilden die eigene Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae) und sind in Mitteleuropa stark vom Ulmensterben bedroht. Auch in Bayern stehen die drei vorkommenden Ulmenarten mit weit unter 1% des Gesamtwaldbestands kurz vor dem Aussterben. Das Ulmensterben begann in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Übertragung einer Pilzerkrankung durch den Ulmensplintkäfer. Die Pilze unterbinden die Wasserzufuhr, so dass die Pflanzen unweigerlich verenden. Besonders betroffen ist davon die Feldulme.

Feldulme (Ulmus minor)

Von den Feldulmen sind fast nur noch jüngere Pflanzen zu finden, da Bäume ab einem Stammdurchmesser von 15 cm vom Ulmensplintkäfer befallen werden.
Dabei können Feldulmen eigentlich eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen und 600 Jahre alt werden. Die Rinde gilt zwischen den Ulmenarten als auffälligstes Unterscheidungsmerkmal. Die der Feldulme ist von grober, eichenähnlicher Struktur und wurde früher als Sud gegen Durchfall genutzt.

Bergulme (Ulmus glabra)

Die Bergulme hat zunächst eine glatte, später dann längsrissige Rinde. Sie verfügt über rauh behaarte Blätter, während die beiden anderen Ulmenarten eher glatte Blätter besitzen, zumindest auf der Oberseite. Die braunvioletten, büscheligen Blüten sprießen bei ihr erst Ende März, Feld- und Flatterulme blühen bereits zu dessen Anfang. Wie der Name bereits sagt, findet sich die Bergulme in höheren Lagen, wobei sie vor allem Schlucht- und Hangwälder mit nährstoffreichen und besonders feuchten Böden bevorzugt. Sie kann bis zu 400 Jahre alt werden.

Flatterulme (Ulmus laevis)

Die Flatterulme bevorzugt feuchte Standorte wie Flußauen, gilt, was den Boden anbelangt, als bedeutend anspruchsloser als andere Ulmenarten und ist bedeutend weniger anfällig für das Ulmensterben. Dennoch ist sie die unbekannteste, am häufigsten verwechselte und am seltensten angebaute Ulmenart, da ihr Holz, bei Ulmen generell Rüster genannt, als zäh und schwer verarbeitbar gilt.
Sie wird über 35 Meter hoch und eine längsrissige und flachschuppige Rinde.

Alle Ulmen haben zunächst ein Pfahlwurzelsystem, das in zunehmenden Alter einem Senkerwurzelsystem weicht. Sie bilden allesamt kurzgestielte, flache Flügelnüsse und werden durch Wind und Tiere verbreitet.