Sie verwenden einen veralteten Browser (Internet Explorer 6) mit Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können
  • Naturlexikon

Fieberklee (Menyanthes trifoliata)

Fieberklee
Fieberklee
© peupleloup | Quelle | Lizenz

Der Fieberklee, oder auch Bitterklee, ist eine ausdauernde Wasser- und Sumpfpflanze, die eine eigene Gattung innerhalb der Familie der Fieberkleegewächse bildet.
Der Fieberklee erreicht Wuchshöhen von 30 cm und ist aufgrund der vielen Luftröhren in den Blattstielen und Rhizomen derart schwimmfähig, dass Blätter und Blüten immer aus dem Wasser ragen. Die Blätter stehen an den Knoten der Rhizome und sind in einen Blattstiel und eine aus drei eiförmigen Fiederblättchen bestehende Blattspreite aufgeteilt.
Die aufrechten Blütentrauben mit den zwittrigen, fünfzähligen, rosa erscheinenden Blüten mit fransigen Kronblättern (Trichterblume) befinden sich von April bis Juni in den Blattachseln der Rispenäste.
Im Juni und Juli entwickeln sich nach der Bestäubung durch Hummeln und Bienen zweiklappige Kapselfrüchte,
die einige ovale, 2-2,5 mm große, braune Samen enthalten. Während die Kapselfrüchte vom Wind verstreut werden, breiten die Samen sich vorwiegend übers Wasser aus.
Die gefährdete Pionierpflanze siedelt in Mooren und Auwäldern, teilweise in der sickerfeuchten Erde, teilweise halb untergetaucht auf flachen Gewässern.
Die getrockneten Blätter des Fieberklees finden als Heildroge in Form von Tee oder als akoholischer Auszug bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen Verwendung. Früher wurde der Klee auch als Hausmittel gegen Fieber benutzt, eine Wirkweise, die von der modernen Medizin nicht bestätigt wurde.
Bei höherer Dosierung kann Fieberklee Vergiftungserscheinungen auslösen.