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  • Naturlexikon

Rasenbinsen (Trichophorum)

Rasenbinse
Rasenbinse
© USDA Forest Service Alaska Region
(USFS Region 10) | Quelle | Lizenz

Die Rasen- oder Haarbinsen, in Bayern auch Spitzried genannt, sind ausdauernde, horstbildende Pflanzen, die sich über kurze Ausläufer vermehren können und zur Familie der Sauergräser (Cyperaceae) gehören.
Die steif aufrechten Halme erreichen Wuchshöhen zwischen 10 und 40 cm.  
Von weltweit 10 Arten kommen in Bayern 3 vor: die Alpen-Rasenbinse (Trichophorum alpinum), die Zwerg-Rasenbinse (Trichophorum pumilum) und die Rasenbinse, die sich in die 2 Unterarten Gewöhnliche Rasenbinse (Trichophorum cespitosum subsp. cespitosum) und Deutsche Rasenbinse (Trichophorum cespitosum subsp. germanicum, überwiegend in Norddeutschland ansässig) aufteilt.
Die einzelnen Arten unterscheiden sich in erster Linie durch makroskopische Ausprägungen ihrer Blattscheiden und -spreiten, wobei an der Basis die Blattscheiden braun und spreitenlos erscheinen, während sie im oberen Bereich grün bis graugrün eingefärbt sind.
Von April bis Juni blühen die Ährchen der Rasenbinsen. Dabei verfügt die Gewöhnliche und Deutsche Rasenbinse über 3-7 Blüten, die Alpen-Rasenbinse über 8-12 und jede einzelne Blüte über 6 Borsten. Sowohl die Bestäubung als auch die Verbreitung der 1-1,5 mm langen, dreikantigen und braunen Nussfrüchte erfolgt über den Wind.  
Die ausgesprochenen Lichtpflanzen siedeln in Mooren auf zeitweise überfluteten, sauren, kalk- und stickstoffarmen Torfböden.
Die Rasenbinsen gelten als nicht gefährdet, sind aber im Abnehmen begriffen.