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  • Naturlexikon

Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa)

Wasserfalle
Wasserfalle
© Arthur Chapman | Quelle | Lizenz

Die Wasserfalle ist eine fleischfressende Süßwasserpflanze aus der Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae).
Der Spross der wurzellosen Pflanze erreicht eine Länge von 10-30 cm. Die Blätter sind 2-3 mm lang, in Quirlen angeordnet und zum Teil mit hinter auffälligen Borsten versteckten Klappfallen ausgestattet. Der Blattgrund ist luftgefüllt, um auf der Wasseroberfläche treiben zu können, wo auch die Beute in Form von Wasserflöhen und Mückenlarven in die feinbehaarten Fangblätter gerät. Diese so genannten Fühlhärchen besorgen auch das blitzschnelle Schließen der Klappfalle.   
Die Wasserfalle wächst nur auf einer Seite mit etwa 1-2 Blattquirlen pro Tag, während sie am anderen Ende verkümmert und abstirbt. Dabei werden auch neue Sprossen gebildet, die bei Abtrennung für die Vermehrung sorgen. Eine weitere Form der Überdauerung ist die Ausbildung von Winterknospen.
Von Juni bis August können winzige weiße Blüten erscheinen, was in unseren Breitengraden jedoch selten geschieht. Werden Samen gebildet, so finden sie über Wasservögel Verbreitung.
Die Wasserfalle siedelt vornehmlich in sauberen, warmen, nährstoffreichen, geringfügig sauren und stehenden Gewässern. Gegen Algenbefall reagiert sie mit sofortigem Rückzug.
In Bayern gilt sie als so gut wie ausgestorben und steht unter strengstem Naturschutz.