Sie verwenden einen veralteten Browser (Internet Explorer 6) mit Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können
  • Naturlexikon

Nerfling (Leuciscus idus)

Nerfling
Nerfling © St. Anne Stiftung
(CC BY-NC-SA 3.0 DE)

Der Nerfling, oder auch Aland oder Orfe, gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) und ist von allen Weißfischen der umempfindlichste, was Salzwasser anbelangt. Er erreicht eine Körperlänge von 30-80 cm bei einem Gewicht von 4 kg.
Der gestreckte und seitlich abgeflachte Körper ist auf der Oberseite graublau gefärbt, an den Seiten silbern und auf der Unterseite weiß,
die unterseitigen Flossen erscheinen rot. Er verfügt über große Augen, die einen Gelbstich aufweisen.
Die Laichzeit fällt zwischen April und Juni, wo die Nerflinge in ruhigere Flussbereiche wandern, um sich fortzupflanzen und damit pro Weibchen dort bis zu 115000 Eier gelegt werden, die nach 14-21 Tagen schlüpfen. Die Altfische begeben sich wieder in ihre angestammten Gewässerbereiche zurück. Als junger Fisch ernährt sich der Nerfling von Zooplankton, später dann von Larven, Muscheln, Schnecken und kleinen Fischen.
Die anpassungsfähigen Schwarmfische siedeln oberflächennah in Seen und Flüssen mit wenig Strömung, vorzugsweise diejenigen, die in die Ostsee münden, wo sie ebenfalls zuhause sind. In Bayern ist der Nerfling vor allem in der Donau und ihren Nebenflüssen zu finden.  
In freier Natur ist eine Lebensdauer von bis zu 18 Jahren nachgewiesen. Die Zuchtform namens Goldorfe kann in Gartenteichen bis 22 Jahre alt werden.