Sie verwenden einen veralteten Browser (Internet Explorer 6) mit Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können
  • Naturlexikon

Rotauge (Rutilus rutilus)

Rotauge
Rotauge © St. Anne Stiftung
(CC BY-NC-SA 3.0 DE)

Das Rotauge (Rutilus rutilus), auch Plötze oder Schwal genannt, gehört zur Familie  Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).
Das eher hochrückige Rotauge erreicht eine Körperlänge von 25 bis 50 cm bei einem Maximalgewicht von bis zu 3 kg. Die Oberseite erscheint grünlich, während die Flanken eine silberne oder goldene Färbung aufweisen und die Bauchseite weiß ist. Die Augen sind - wie der Name schon sagt - rötlich, aber auch die Flossen schimmern rot.
Das endständige Maul des Rotauges verfügt ausschließlich über so genannte Schlundzähne, mit der die Nahrung zermahlen wird.  
Verwechslungsgefahr besteht mit der Rotfeder (hat allerdings ein oberständiges Maul und goldgelbe Augen!) oder mit dem Aland oder dem Frauennerfling (haben beide deutlich kleinere Schuppen!). Mit diesen Arten kann es auch zu Hybridisierungen kommen, wonach eine Unterscheidung nahezu unmöglich ist.
Rotaugen besiedeln als Schwarmfische fast alle Gewässerarten, da sie extrem anpassungsfähig sind. Nur kalte Gewässer werden gemieden.
Sie ernähren sich von Wasserpflanzen und kleinem Wassergetier. Häufig dienen die ungefährdeten Rotaugen allerdings selbst Raubfischen wie Hecht und Zander als Nahrung.
Ihre Laichzeit findet im April und Mai statt, wo etwa 50000-100000 klebrige Eier pro Weibchen an Wasserpflanzen oder auf Steine abgelegt werden. Die Larven schlüpfen dann nach 5-10 Tagen und ernähren sich zunächst von ihrem Dottersack. Nach 2-3 Jahren werden sie geschlechtsreif.
Das Rotauge gilt als wohlschmeckender Speisefisch, findet jedoch aufgrund feiner Gräten nicht häufig Verwendung in der Küche.
Rotaugen werden 10-12 Jahre alt.