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  • Naturlexikon

Lerchen (Alaudidae)

Feldlerche
Feldlerche
© Ekaterina Chernetsova (Papchinskaya)
Quelle | Lizenz
Haubenlerche
Haubenlerche
© Vince Smith | Quelle | Lizenz
Heidelerche
Heidelerche
© Ján Svetlík | Quelle | Lizenz

Alle Lerchen sind Bodenbrüter und bevorzugen als Lebensraum offene Kulturlandschaften mit niedriger Vegetation. Generell sind die Weibchen etwa einen Zentimeter größer als die Männchen.
Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 5 Jahren.

Feldlerche (Alauda arvensis)

Die Feldlerche ist der am häufigsten anzutreffende Vogel innerhalb offener Landschaften in Mitteleuropa.
Sie erreicht eine Körperlänge von 16-18 cm bei einer Flügelspannweite von bis zu 36 cm und einem Gewicht zwischen 40 und 45 g.
Die Oberseite erscheint hell- bis rötlichbraun mit schwarzbrauner Strichelung an Kopf, Rücken, Flanken und Brust. Die Kehle und der Bauch sind weiß, die restliche Unterseite ist gelblich weiß, der lange Schwanz und die Flügel sind von graubrauner Grundfarbe und weiß gestrichelt.
Eine Besonderheit ist die lange Hinterkralle, der Lerchensporn.
Die Männchen verfügen außerdem noch über eine kleine aufstellbare Haube.
Die Brutzeit fällt in den April bis Juli und kann zwei Jahresbruten umfassen. In einem verborgenem Bodennest (gescharrtes Erdloch, von Pflanzen verdeckt) werden 4-5 weiß-bräunliche Eier gelegt, aus denen nach 11-13 Tagen die Jungvögel schlüpfen. Diese verlassen bereits nach einer Woche das Nest, sind aber erst nach etwa 4 Wochen dann wirklich selbständig.
Im Sommer ernährt sich die Feldlerche überwiegend von tierischer Nahrung wie Insekten und Wirbellose, im Winter eher von pflanzlicher wie Samen, Gräser und Blätter.  
Der Gesang besteht aus Trillern, Zirpen und rollenden Tönen, die vielfältig variiert werden und bis zu 15 Minuten am Stück andauern können.


Haubenlerche (Galerida cristata)

Die Haubenlehre ist hierzulande im Gegensatz zur Feldlerche ein sehr seltener Vertreter der Lerchenarten und gilt als vom Aussterben bedroht.
Sie hat in etwa dieselbe Körpergröße wie die Feldlerche, ist aber gut an ihrer spitzen Federhaube zu erkennen.
Das Gefieder weist an den Flügeln und am Schwanz einen Stich ins Rötliche auf.
Sie besiedelt neben trockenen Grünflächen auch Industriegebiete, Schuttplätze und Feldränder. Nahrungstechnisch ist sie neben Insekten und Wirbellosen auf Wildkräuter angewiesen.
Die Brutzeit erstreckt sich von April bis Juni und dauert knapp zwei Wochen. Die Jungvögel verlassen bereits nach ca. 10 Tagen das Nest.   
Mit ihren melodischen Pfeiftönen vermag sie andere Vögel zu imitieren.
 

Heidelerche (Lullula arborea)

Die Heidelerche ist von allen heimischen Lerchenarten die kleinste mit einem deutlich kürzeren Schwanz.
Die Körperlänge schwankt zwischen 13,5 und 15 cm bei einer Flügelspannweite von maximal 30 cm und einem Gewicht zwischen 24 und 32 g.
Die Brutzeit fällt in den gleichen Zeitraum wie der der Haubenlerche, lediglich die Nestlingsdauer beläuft sich auf mehr als 2 Wochen.
Als Lebensraum bevorzugt die Heidelerche neben Kulturlandschaften auch Waldränder, Kiesgruben und wie der Name bereits vermuten lässt: Heidelandschaften.
Die Ernährung besteht aus Wirbellosen, Samen, Gräsern und Knospen.
Der wie „lilili…“ klingende Gesang wird zumeist im Flug vorgetragen.